Graureiher in der Region

In der Region Darß und Zingst können im flachen Wasser u. a. an der Meiningenbrücke und am Prerow-Strom immer wieder Graureiher beobachtet werden.
Wenige Kilometer im Binnenland befindet sich in einem Waldstück in hohen Bäumen eine große Graureiherkolonie mit zahlreichen Nestern.


Über die Graureiher (Quelle: "www.Wikipedia.de")

Er ist in den milderen Regionen Europas und Asiens zu finden, außerdem im gesamten südlichen Afrika mit Ausnahme der südlichen Küstennamib. In überwiegend eisfreien Regionen ist er ein Standvogel, in den anderen Gebieten zieht er im Winter weiter südlich. In Deutschland ist er überwiegend ein Standvogel. In strengen Wintern, bei denen viele freie Wasserflächen einfrieren, sind die Verluste der Population sehr hoch.

Der Graureiher hält sich besonders gerne an seichten, durchwachsenen kleinen Tümpeln und Teichen auf, die möglichst umbuscht und umwaldet sind.

In neuster Zeit dringt er immer mehr in städtische Gebiete vor, wo er heute sogar oft in den Innenstädten beobachtet werden kann. Er bildet auch gemeinsame Gruppen mit Seidenreihern (wie zum Beispiel in der Poebene in Norditalien)

Aussehen
Der Graureiher ist etwa storchengroß. Das Gefieder auf Stirn und Oberkopf ist weiß, am Halse grauweiß und auf dem Rücken aschgrau mit weißen Bändern. Er hat schwarze Augenstreifen sowie drei lange schwarze Schopffedern, die einen Federbusch bilden, eine dreifache schwarze Fleckenreihe am Vorderhals sowie schwarze Schwingen. Er fliegt mit langsamen Flügelschlägen und bis auf die Schultern zurückgezogenem Kopf, mit s-förmig gekrümmten Hals. Während des Fluges ist regelmäßig ein lautes, raues "chräik" zu hören.

Bestandsentwicklung
Trotz jahrhundertelanger Verfolgung findet man den Graureiher in großer Zahl. Der Tiefpunk des Bestandes lag wohl in den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts. Insbesondere nachdem er unter Schutz gestellt wurde, hat die Population stark zugenommen. Besonders in Norddeutschland findet man große Kolonien mit mehr als hundert Brutpaaren.

Nahrungsuche
Schleichend wie eine Rohrdommel steigt er mit gesenktem Kopf und gekrümmten Hals langbeinig durch das seichte Wasser. Er sticht blitzschnell nach kleineren Fischen, Fröschen, Molchen, Schlangen und Wasserinsekten. Er frisst jedoch auch Wasserratten und Feldmäuse in größerer Zahl und lässt gelegentlich auch Eier und Jungvögel mitgehen.

Brutverhalten
Das Nest ist ein großer, nicht sehr stabiler Bau aus Reisig in den Wipfeln der Bäume. Das Gelege besteht aus vier bis fünf hell blaugrünen Eiern. Die mäßige Bauweise des Nestes wird darauf zurückgeführt, dass der Reiher vor noch nicht allzu langer Zeit nur am Boden brütete. Als Beleg dafür wird angeführt, dass man beispielsweise in Holland Reiherkolonien in großen Schilfbeständen findet.

Die Sterblichkeit der Jungreiher ist während der Nestzeit sehr groß. Es wird geschätzt, dass in den ersten sechs Monaten 70% der Jungtiere sterben. Überleben Graureiher ihre Jugendmonate, können sie bis zu 24 Jahre alt werden.

Sozialverhalten
Reiherkolonien sind sehr lebhaft. Zwischen den Vögeln einer Kolonie herrscht ständiger Streit, da sich die Vögel untereinander das Nistmaterial streitig machen. Gemeinsam wehren die Vögel auch die Krähen ab, die sich für die unbewachten Eier interessieren.










Fotos: Bernd Rickelt


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