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Ernst Moritz Arndt
Das Schaffen Ernst Moritz Arndts ist durch eine außerordentliche Vielfalt und Themenfülle geprägt.
Er war ein bedeutender Freiheitsdichter, aber auch famoser Märchenerzähler. In seinen Märchen berichtete er in friedvollen und sanften Tönen über wundersame Dinge seiner Heimat, worin die Bezogenheit zu ihr zum Ausdruck kommt.
Er hatte ein phänomenales Gedächtnis. Mit 48 Jahren zeichnete er den ersten Teil seiner Märchen und Jugenderinnerungen auf, mit 70 Jahren den zweiten Teil. Die alten Geschichten verloren jedoch nichts von ihrer Frische.
| 26. 12. 1769 |
in Groß-Schoritz (Südteil auf Rügen) geboren |
1776
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Übersiedlung der Familie in das nahegelegene Dumsevitz,
Vater pachtete vom Grafen Putbus Ackerland |
1780
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Übersiedlung nach Grabitz, Pacht der Güter Grabitz und Breesen (Nähe Rambin) von der Stadt Stralsund |
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in den Wintermonaten erster ordentlicher Unterricht durch die Eltern |
| 1787 - 89 |
Gymnasium in Stralsund |
1789 - 91
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nach Abbruch des Gymnasiums im Elternhaus in Löbnitz Vorbereitung auf das Universitätsstudium |
1791 - 94
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Theologiestudium an den Universitäten in Greifswald und Jena, Beschäftigung mit alten Sprachen, Geschichte und Naturwissenschaften |
1794
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Rückkehr ins Elternhaus, mit Fußmarsch über Leipzig, Dessau, Quedlinburg, den Harz, Lüneburg und Hamburg nach Löbnitz |
1796
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Entschluß zum Verzicht auf geistliche Laufbahn, Auseinandersetzungen darüber im Elternhaus |
| 1798 |
Reisen nach Wien, Ungarn, Italien und Frankreich |
1800
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Magisterprüfungen in Philosophie, Geschichte, Mathematik und alten Sprachen an der Universität Greifswald, Promotion in Philosophie |
23. 02. 1801
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Heirat mit Charlotte Quistorp, die im Juni 1801 nach der Geburt des Sohnes starb |
1802 / 03
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Veröffentlichungen u.a. "Bruchstücke einer Reise durch Frankreich im Frühling und Sommer 1799" Teile 1-3 |
1806
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auf seine Veranlassung Aufhebung der Leibeigenschaft in Pommern und auf Rügen |
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Ernennung zum außerordentlichen Professor der Universität Greifswald |
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Flucht nach Stockholm nach Veröffentlichung "Geist der Zeit", da franzosenfeindlich, Haß auf Napoleon |
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1808
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Entzug der Greifswalder Professur wegen des offenen Eintretens für die Freiheit Deutschlands |
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1810
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Rückkehr nach Friedensschluß zwischen Schweden und Frankreich, Pommern an Schweden zurückgegeben |
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wieder Professorenamt an der Universität Greifswald |
1817
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Heirat mit Nana Schleiermacher und Übersiedlung nach Bonn |
1818
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Vorlesungen an der Bonner Universität als Professor der Geschichte, Veröffentlichungen führten zum Konflikt mit der preußischen Regierung |
1820
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Suspendierung als Universitätsprofessor und von seinem Lehramt, Hausdurchsuchungen, Verhöre, Verleumdung als "Demagoge" bis 1822, nie ein Urteilsspruch |
1840
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nach Thronbesteigung des Preußenkönigs Friedrich Wilhelm IV. Rückzug der Suspendierung, Rektor der Universität Bonn |
1840 - 47
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Veröffentlichungen "Erinnerungen aus dem äußeren Leben",
"Schriften für und an seine lieben Deutschen", "Notgedrungener Bericht aus seinem Leben und mit Urkunden der demagogischen und antidemagogischen Umtriebe" |
1848
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Abgeordneter des Frankfurter Parlaments, patriotisches Wirken |
| 1849 |
Mandatniederlegung, Rückkehr nach Bonn |
| 1854 |
Beendigung seiner Vorlesungstätigkeit |
26.12.1859
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sein 90. Geburtstag, zahlreiche Ehrungen und Glückwünsche aus ganz Deutschland und dem Ausland |
| 29.01.1860 |
starb nach einer Lungenentzündung |
| 1860 |
Gedichte. Vollständige Sammlung erschienen |
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