| Ostseebad Dierhagen Texte zur Geschichte und Tradition des Ortes und der Region |
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| Über die Bewohner von Dierhagen und Dändorf (aus der Chronik) Der Dierhäger ist ein Allerweltsfreund. Bei ihm herrscht mehr Freiheit und Gleichheit als bei den zurückhaltenden Dändorfern. Wiederholt haben die Schiffer, und zwar solche von großem Besitz, die früheren Mädchen geheiratet. Frau und Tochter schämen sich trotz anschaulichen Vermögens nicht, die Kartoffeln aufzunehmen, die Viehställe auszudüngen, zu scheuern und zu waschen. Zwischen Dändorf und Dierhagen fand im Allgemeinen kein geselliger Verkehr und keine Verschwägerung statt. Auch sprachliche Unterschiede waren vorhanden. Der Dialekt der Dierhäger war schleppend und breit. Die Dändorfer sprachen mehr geschliffen. Wenn diese zum Beispiel "Pierd" (Pferd) sagten, sagten die Dierhäger "dat Peerd", statt "Schier und Twiern" (Schere und Zwirn) - "Scheer und Tweern". Der Dändorfer geht durch "´ne Purd oder ´n Dur" (Pforte oder Tor), der Dierhäger durch "´ne Poard oder ´n Doar". |
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