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Schiffsstrandungen
Am 28. Februar 1896 strandete nachts in der Bucht südlich Dierhagens der Schoner
"Florentine II", auf der Reise von Kiel-Holtenau nach Stralsund, mit Öl. 3 Mann wurden von Dierhäger Fischern gerettet, 1 Schiffsjunge von der hohen See weggespült.
Anfang April 1903 strandete bei Dierhagen am Weißen Berg das Schiff "Skandinar".
Der Bergungsdampfer "Rügen" konnte es wegen der starken See und seines eigenen Tiefganges nicht abschleppen.
1909: Das großherzogliche Amt Ribnitz bietet 100 Mark Belohnung dem, der die Lage der im September 1908 vor Dierhagen gesunkenen "Galears Hermine" dem Strandvoigt Voß zwecks Beseitigung des Wracks melden kann.
Das Wrack der "Hermine" wurde von einem Wustrower Fischer in der Höhe von Dierhagen entdeckt. Er erhielt die ausgesetzten 100,- Mark Belohnung.
1913: Am Montag dem 3. Februar, abends 8.30 Uhr, strandete bei Dierhagen der holländische Dampfer "Titan" von Amsterdam nach Stettin, mit Stückgut und Eisenbahnschienen unterwegs.
Der "Titan" wurde vom Bergungsdampfer "Rügen" Dienstag abends, 7.00 Uhr, abgeschleppt.
Er hatte 15 Tonnen Ladung und 2 Anker fallen lassen müssen und wird in Warnemünde von Tauchern untersucht werden.
Der finnische Dreimastschoner "Janne" strandete am 14.11.1930 vor Dierhagen-Strand.
Der Dreimastschoner hatte den Nord-Ostsee-Kanal bei Kiel-Holtenau passiert und war ohne Ladung (in den Jahren der Weltwirschaftskrise nicht selten) durch den Fehmarn Belt gesegelt, um das Gedser Feuerschiff anzusteuern. Die schlechte Sicht durch Wind und Sprühregen führte zu einer Verkennung der Feuer vom Gedser Feuerschiff und Wustrow. Die Wache auf der "Janne" glaubte das Gedser Feuerschiff voraus zu haben, steuerte jedoch direkt auf Wustrow zu, bis es für eine Kursänderung zu spät war. Der aus Holz gebaute Rauma-Segler lief mit vollen Segeln auf den Strand. Eine Erleichterung durch Übergabe der Ladung konnte nicht erfolgen, außerdem war der Rumpf des Schiffes bei der Strandung bereits gebrochen. Eine Rettung des Schiffes war nicht mehr möglich, der Bergungsschlepper lief wieder ab. Das Wrack lief voll Wasser und brach auseinander. Einige Tage später, als der Wind abflaute, wurden Masten, Segel, stehendes und laufendes Gut nach Warnemünde gebracht. Von dort holte ein Segler die noch brauchbaren Teile in den Heimathafen nach Rauma.
See und Eisgang zerstörten die Überreste des Seglers von Jahr zu Jahr mehr.
Heute ragen bei Mittelwasser nur noch einige grobe, dunkle Holzstücke aus dem Wasser, an denen sich die See bricht.
Hinweis:
Geschichtliches Material mit regionaler Orientierung befindet sich auch im Stadtarchiv in Ribnitz-Damgarten (am Kloster), im Stadtarchiv Barth, Stadtverwaltung Barth, Teergang, im Barther Vinata-Museum, Lange Str. 16
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